Gladiatorenkämpfe haben ihren Ursprung bei Begräbnisfeiern der Etrusker. Dort mussten zwei Kriegsgefangene mit Waffen gegeneinander kämpfen. Der Kampf war erst beendet, wenn einer der beiden starb. Diese Zeremonie sollte dazu dienen, den Geist eines Verstorbenen zu befreien. Durch das Blutvergießen erhoffte man sich die Wohlgesonnenheit der Götter. So entwickelte sich aus der Opfergabe irgendwann ein römisches Volksvergnügen, bei dem Gefangene aufeinandergehetzt wurden. Den Grundstein dafür setzte Decimus Iunius Pera zusammen mit seinem Bruder, indem sie drei Sklavenpaare zu Ehren des verstorbenen Vaters gegeneinander kämpfen ließen. Viele weitere römische Adlige übernahmen diese makabere Variante der Totenehrung.
Die Gladiatorenkämpfe wurden oft von reichen Politikern finanziert. Diese erhofften sich damit Zuspruch vom Volk. Mit wachsendem Interesse der Bevölkerung, an den grausamen Spielen wurden auch richtige Schauplätze für die Kämpfe errichtet. Es dauerte nicht lange und man begann auch Tierhetzen in die Spiele einzubinden. Dabei wurden unschuldige Löwen, Tiger sogar Krokodile aufeinander oder auf die Gladiatoren gehetzt. Weiterhin wurden unterschiedliche Waffen bereitgestellt um das Geschehen interessanter zu gestalten. So kam es vor, dass Gladiatoren auf dem Pferd kämpften oder mit zwei Dolchen. Es gab unter anderem Streitwagenkämpfer und Bogenschützen. Am Ende eines Gladiatorenkampfes wurde per Daumenzeig entschieden, ob die Krieger leben oder sterben sollten.
Bei den ersten Kämpfen wurden meist Sklaven oder Kriegsgefangene, oder Verbrecher eingesetzt. Später verpflichteten sich jedoch auf freiwillige Bürger. Die Menschen begaben sich damals freiwillig in Lebensgefahr, da sie als Gladiatoren grundversorgt wurden. Eine Person musste durchschnittlich zwei bis drei Mal im Jahr kämpfen. Aufgrund der geringen Lebenserwartung zu damaliger Zeit, sahen es viele Bürger als Option an. Aus heutiger Sicht betrachtet, lässt es sich kaum nachvollziehen, wieso sich die Menschen für solch einen grausamen Kampf begeisterten. Auch Konstantin der Große konnte dies nicht nachvollziehen und verbot um 325 n. Chr. die Gladiatorenspiele.


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